Was geht in unseren Köpfen vor, während wir im Kino für einige Stunden in eine andere Identität schlüpfen? Ob Komödie, Thriller, Drama, Horror- oder Actionfilm, ob bewusst oder unbewusst , man findet fast in jedem Film jemanden, mit dem man sich in gewisser Weise identifizieren kann.
Um diese wie auch weitere Fragen und Perspektiven zum Thema Film verstehen und erkennen zu können, machten wir, die Gruppe des Seminar Films, uns am 30. September 2008 auf den Weg in die Filmgalerie in Krems.
Bei der Ausstellung unter dem Titel „Träume, Triebe & Täter im Film“ hatten wir die Chance unter folgenden Rubriken
• Psychoanalyse (S. Freud 1895)
• Rauschzustand
• Traum und seine Umsetzung in Filmen
• Narzissmus & Identität
• Schaulust
• Profiler & Psychopath
neue Erfahrungen zu sammeln und zu verstehen, dass jedes dieser Themen eng mit dem Kunstmedium Film verknüpft ist.
So legten wir uns unter anderem bei einem Selbstversuch auf die Psychiatercouch, wackelten benommen und verwirrt aus der Abteilung Rauschzustand, begaben uns in die psychischen Abgründe eines Serienmörders und ließen uns im sogenannten „Tränenkabinett“ von emotionalen Passagen aus Filmen mitreißen.
Von der Frühzeit des Filmes bis zur Gegenwart waren bei über fünf Stunden gezeigten Filmmaterials viele Pioniere und Klassiker wie z.B. Alfred Hitchcocks „Psycho“ zu finden.
Nach einer Führung und einem eigenständigen Erkunden der Ausstellung mussten wir feststellen, dass hinter dem Medium Film viel mehr steckt als nur eine simple Art der Übertragung von Informationen. Damit bei den Zuschauern auch der gewünschte Effekt, Emotion oder Nachricht, ankommt, ist viel Wissen, Geschick und Arbeit nötig. Ich denke, dass nach dem Seminar Film jeder von uns Film und Fernsehen mit anderen Augen betrachten wird.
Elisabeth Ritzberger, 5AHL, Oktober 2008
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